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Oberstufe O'Entfelden
Verabschiedung Judit Majdik
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Time To Say Goodbye

Judit Majdik verlässt die Schule Entfelden nach langjähriger Tätigkeit auf Ende Schuljahr 08/09. Sie unterrichtete als Fachlehrerin für Englisch während 34 Jahren an der Real- und Sekundarschule. Ihr Pensum variierte von drei bis 27 Lektionen. Nun wartet auf sie die Frühpensionierung. All die Jahre waren für Judit Majdik eine schöne und wertvolle Zeit, sodass sie rückblickend sagen kann, die Arbeit mit den Schülern habe sich gelohnt.

Dazumal waren es das Interesse an den Jugendlichen, an der Psychologie und die Freude an Sprachen gewesen, die sie bewogen hatten Englisch zu studieren. Es war ihr immer wichtig, die Schüler als Menschen wahrzunehmen, ganzheitlich, im Bestreben ihre Stärken zu erkennen. Sie versuchte stets die Neugierde für die englische Sprache und die damit verbundenen Kulturen und Hintergründe zu wecken. Dieses Interesse am Stoff zu fördern, schien in den letzten Jahren zunehmend schwieriger.

Mit täglicher Frische begegnete sie ihren Schülern, die sie unterstützte und die ihr ans Herz wuchsen. Man pflegte ein gegenseitig respektvolles Umgehen miteinander. Dass Lehrpersonen Jugendliche prägen, erscheint ihr ganz natürlich. Bedeutungsvoll findet sie den folgenden Ausschnitt eines Zitats: Lehrer ist kein Beruf sondern eine Berufung und das macht alles auch nicht einfacher.

Nun freut sie sich auf die schulfreie Zeit, auf längere Aufenthalte bei ihrer Familie in den USA, aufs Reisen, Fotografieren, Singen und aufs vermehrte Kochen für Gäste.

Satzanfänge, die Judit Majdik ergänzte:

Ohne Lachen wäre das Leben langweilig und fade. Lachen ist ansteckend. Im Schulzimmer gehörte es dazu und rettete manchmal heikle Situationen. Ich denke, die Schüler waren ganz froh darüber.

n der Natur ist es mir am wohlsten, dort fühle ich mich aufgehoben und geborgen. Wandernd und spazierend bin ich unterwegs, ich lasse los und tanke wieder auf. Die Natur ist mein Blitzableiter.

Musik kann mich aufmuntern und beruhigen, aber auch trösten.

Im Lehrerzimmer erlebte ich gute Gespräche, die unbeschwert, bis tiefgründig waren. Diese werde ich vermissen.

Fremde Länder bereisen ist ein Hobby. Die Neugierde treibt mich an und ich hoffe, dass mir genügend Zeit für weitere Reiseprojekte bleibt.

Heimat bieten mir verschiedene Länder. Heimat ist nicht an einen Ort gebunden, man trägt Heimat vielmehr in sich. Mir helfen Strukturen, mich heimisch zu fühlen. Sicherheit gibt es mir schon, als Bürgerin registriert zu sein. Eigentlich bin ich eine Erdenbürgerin.

Mit Elan existiere ich, ohne wäre ich krank. Elan gehört zu meiner Persönlichkeit, das ist meine Energie, das treibt mich voran.

Sprachen sind faszinierend, sie öffnen uns die Welt. Denn Wissen bedeutet Freiheit. Ich hoffte immer, die Schüler könnten das Erlernen einer Fremdsprache so sehen.

Ich wünsche mir, dass der Kontakt zur Schule nicht abbricht. Gerne begleite ich Klassen auf Ausflügen und freue mich über weitere gemütliche Mittagsgespräche. Insbesondere den Jugendlichen wünsche ich, dass sie erkennen, dass arbeiten schön sein kann. Und ich hoffe, dass sie auf dem Arbeitsmarkt wieder willkommen sein werden, weil sie gebraucht werden.

„Hallo Frau Englischlehrerin.“, strahlte vor kurzem eine Primarschülerin auf dem Pausenplatz, als Judit Majdik an ihr vorbeiging. In diesem Sinne verabschieden wir uns von unserer Kollegin, die wir zwar gehen lassen, aber nicht ganz loslassen. „Goodbye Frau Englischlehrerin, sei aber jederzeit willkommen!“

Judith Brugger, Nicole Stammbach

 

 

 

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